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Gartenforum.ch - Der grüne Treffpunkt
Pit

Hochbeet für den Kräutergarten

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Hallo Gartenfreunde

 

an unserem neuen Wohnort im Sarganserland haben wir unser Haus auf jungfräulichem Boden gebaut, mit direktem Anschluss an Wald. Es hat sich leider in der Umgebung bereits herumgesprochen, dass bei uns neu was zu holen gibt. Engerlinge, Raupen, Maienkäfer, Wespen, Schnecken, Grasmilben, Blattläuse und was der Teufel noch was ist im Anmarsch und bedroht uns.


Wenn man schon ein eigenes Haus hat mit viel Land, da muss ja auch ein Nutzgarten her. Mit dem Kräutergarten machen wir mal den Anfang. Aber, wie vergraule ich all die oben gennten Schädlinge? Ich habe mir lange überlegt, wo ich den Kräutergarten anlegen soll.  Schlussendlich habe ich nur eine Möglichkeit gesehen, die verschiedenen Viecher wenigstens mal mechanisch (Distanz) von meinen Kräutern abzuhalten. Hochbeet.

Da ich ein Anhänger von "Square Foot Gardening" bin, habe ich den Kräutergarten auf diesem System basierend aufgebaut. Anstatt 1.2 m mal 1.2 m gross, baue ich wegen der Zugänglichkeit meinen "Garten" nur auf 60 cm x 60cm Grundeinheiten auf. Der Kräutergarten besteht aus zwei Grundeinheiten. Das ergibt dann 120 cm mal 60 cm. Bei "Square Foot Gardening"  braucht es, wegen der speziellen Erdmischung nur 15 cm Tiefe. Die Erde besteht aus 1/3 Kompost, 1/3 Torf und 1/3 Vermiculit. Kein Dünger, nichts. Jedes Jahr muss ein Handvoll Kompost nachgefüllt werden. Die Pflanzgefässe habe ich aus Glasfaser mit Epoxy selber laminiert. Da die Pflanzgefässe die gleichen Masse haben, wie diejenigen im Treibhaus, kann ich im Winter bei Bedarf den ganzen Kräutergarten in die "Wärme" zügeln.

Da die Zitronenmelisse die Tendenz hat, sämtliche anderen Gewürze zu verdrängen, habe ich die Melisse im Topf in die Erde gesteckt. Die Bewässerung des Kräutergartens habe ich konvenzionell mit einem Bewässerungssystem von Gardena versehen.

 

Ich habe das Hochbeet aus Douglasie, unbehandelt, gebaut. Die Pflanzgefässe stehen auf einer wasserfesten Siebdruck Platte (Sperrholz) welche ich zusätzlich noch mit einem Anstrich Epoxy geschützt habe. Das Hochbeet selber steht auf vier Gummipads, damit das Holz keinen direkten Kontakt mit den Betonplatten hat. Ich habe das Beet extra auf die Betonplatten gestellt, damit die Schnecken eher davon absehen, einen Besuch abzustatten.

 

 

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Ich hoffe, dass der Rand genügend breit ist, damit ein verirrter Schneck nicht doch noch rein kann.

 

Gruss Pit

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Oha, mein lieber Pit, alle Achtung, da hat der Pit-Holzfachmann wieder mal ein schönes Teil erschaffen.

Wenn ich mir dazu im Vergleich meine Hochbeete anschaue....:rolleyes:

Steht eigentlich das Gewächshaus auch schon ?

Gruß

Heinrich 

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Hallo Heinrich

 

ja, das Treibhaus steht am neuen Ort und ist in Betrieb. Die Flut/Ebbe Bewässerung funktioniert, das Fenster öffnet sich automatisch, die verschiedenen Bäume ringsherum geben von Zeit zu Zeit Schatten, nur........ die Produktion von Salat ist ins Stocken geraten. Der Kopfsalat im Frühjahr ist bestens gewachsen (Setzlinge), nur.......einen Tag vor der Ernte haben grüne, kleine Marsbewohner meinen Salat gefressen. Na ja, kann mal passieren. Zweite Staffel. Die vom Landi serbeln dahin, grün bevölkert, die Bio Bio Bio Version (2 Stück) vom Biomarkt in Bregenz haben anscheinend genügend Abwehrkräfte, sich gegen die Blattläuse zu wehren. Die Typen scheinen alles Analphabetiker zu sein. Steht doch auf der Chemokeule: "optimal" gegen Blattläuse etc etc. Nix optimal, die Blattläuse legen nach dem Spritzen nur einen Ruhetag ein und sind dann wieder voll am Werk.

 

Die Jalapenos habe ich auch ins Treibhaus gesetzt. Letztes Jahr haben die Schnecken draussen im Garten meine Chilis in einer einzigen Nacht razekahl gefressen. Nun, es scheint auch im Treibhaus solche Viecher zu geben weil einer der Jalapenos Fressspuren an den Blättern hat. Der ganze Hang ist total verseucht mit Nackt und Häuschen Schnecken. Na, da hab ich noch was zu lernen....

 

Soweit hat sich das Treuîbhaus aber bereits schon gelohnt. Die Geranien (3. Jahr) sind schon fast am Blühen, alle nicht winterharten Aussenplanzen haben gut überwintert und sobald wir in die Ferien gehen, bekommen die Zimmerpflanzen einen geschützten Ort mit automatischer Bewässerung.

 

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Gruss Pit

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Das sieht alles sehr schön und professionell aus, lieber Pit, alle Achtung :o

 

Square Foot Gardening find ich interessant, ich hab mir das schon mal überlegt fürs Gewächshaus. Allerdings gefällt mir nicht, dass der Erde 1/3 Torf beigemischt werden muss... Ich habe ausserdem mal gelesen, dass Schnecken Torf sehr gerne mögen, was auch eher gegen dessen Einsatz spricht. Gibt es Alternativen für das eine Drittel Torf?

 

Meine Hochbeete sind übrigens auch keine "schneckenfreie Zone". Dabei sind es weniger die braunen Wegschnecken, welche den Schaden anrichten, sondern die Ackerschnecken (klein, weisslich). Die braunen Nacktschnecken gibt's zwar auch, aber die sind leicht zu entfernen, weil man sie gut sieht. Die kleinen Ackerschnecken sehe ich manchmal erst, wenn z.B. der Pflücksalat schon zu Hälfte weggefressen ist. Ich vermute, dass ich sie jeweils mit der Erde oder allenfalls auch mit dem Kompost direkt mit ins Hochbeet bringe. Mir scheint, mit der Erde ohne Torf ist es ein bisschen besser geworden (siehe oben).

 

Ich hab mich in letzter Zeit noch ein wenig schlauer gelesen bezüglich Schnecken, auch weil ich Feramol einsetze...

Dazu ein Hinweis, lieber Andreas: Dass die Weinbergschnecken das Gelege der Nacktschnecken fressen, ist eher nur "wahrscheinlich" als "todsicher" ;) Nur die Schnegel gelten als ausgewiesene Schneckeneiervertilger, bei den Weinbergschnecken konnte man auch beobachten, dass sie sich an den typischen Pflanzen gütlich tun...

Bevor du jetzt also die Weinbergschnecken sammelst und im Hochbeet ansiedelst, würde ich mir eher andere Lösungen ausdenken, Pit ;) 

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**** Dass die Weinbergschnecken das Gelege der Nacktschnecken fressen, ist eher nur "wahrscheinlich" als "todsicher" ;)  ****

 

Also ich weiss das aus eigener Anschauung, stand schon daneben.

 

Und bei mir im Garten bewahrheitet sich das, je mehr Weinbergschnecken desto weniger fressdinger.

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vor 20 Stunden, Odenwälder sagte:

Aber hallo lieber Pit, das Gewächshaus thront ja förmlich am Hang, sieht super schick aus.

Gehe mal davon aus, dass die Leitern eine Übergangs-Lösung sind...

Gruß

Heinrich

 

 

Hallo Heinrich

 

Ich muss mich etwas zurückhalten mit dem Ausbau von meinem Grundstück. Die amtliche Schätzung der neuen Liegenschaft erfolgt erst im Juli und ich möchte in Zukunft so wenig wie möglich Steuern bezahlen. Ich habe also noch keine Treppen eingebaut/einbauen lassen. Die eine Leiter führt nur bis zum Treibhaus (für meine Frau), die andere Leiter ist eine selbstgebaute "Rolltreppe"  (etwa 20 Meter lang) zu den höher gelegenen Orten meines Grundstücks. Später werde ich die Leiter ersetzen mit einem Profi Schräglift. Der Hang ist ansonsten bei Nässe nicht betretbar. Wir haben sehr viel Bärlauch und der ist sehr rutschig.

 

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Pit

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vor 17 Stunden, Susann sagte:

 

 

Square Foot Gardening find ich interessant, ich hab mir das schon mal überlegt fürs Gewächshaus. Allerdings gefällt mir nicht, dass der Erde 1/3 Torf beigemischt werden muss... Ich habe ausserdem mal gelesen, dass Schnecken Torf sehr gerne mögen, was auch eher gegen dessen Einsatz spricht. Gibt es Alternativen für das eine Drittel Torf?

 

 

Der Torf dient zur Auflockerung des Substrates, das Vermiculit zur Wasserspeicherung. Mel Bartholomew, der Begründer von SFG meint, dass der Einsatz von Torf ökologisch vertretbar ist, weil in den drauffolgenden Jahren kein Torf mehr unter das Substrat gemischt wird. Nur noch Kompost. Es wäre wahrscheinlich ein Versuch wert, das  Ganze mit 50% Vermiculit und 50% Kompost zu versuchen. Es gibt ja viele Anleitungen, die empfehlen Ansaat nur in Vermiculit zu machen. Vermiculit ist sehr teuer (etwa Fr. 40.- für 100 Liter) und nur noch schwierig zu beschaffen. Es gibt ein Vermiculit Werk im Aargau. Aber wie kommen die Säcke zu mir? Ich habe nun den letzten Sack aufgebraucht und muss mich bald darum kümmern.

 

Gruss Pit

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