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Gartenforum.ch - Der grüne Treffpunkt

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Hallo zusammen

 

als neuer Gartenbesitzer haben wir letzten Herbst mit dem Pflanzen einer Hecke aus Rot- und Blutbuche begonnen.

Die Pflanzen habe ich in einer Baumschule als Kübelpflanzen mit einer Höhe von 1-1.2m gekauft. Hochgebunden waren die Pflanzen mit einerm Bambus-Stab.

Dieses Jahr sind die Hecken bereits schön gewachsen (ca. 40cm), vorallem der "Haupttrieb" schoss ganz schön in die Höhe. Den Bambus-Stab haben wir drin gelassen, damit die Pflanzen einigermassen gerade Wachsen. Nun habe ich einige Fragen zur Pflege:

1) Muss ich die Triebe hochbinden, damit diese gerade wachsen?

2) Den ersten Schnitt hätte ich Ende des nächsten Winters gemacht. Was muss ich dann schneiden? Den Haupttrieb kürzen?

 

Danke für alle Tipps, an einen Gartenneuling :)

Gruss

maeder1

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Hallo maeder1 und herzlich willkommen :) 

 

Schön, dass ihr euch eine Rot- und Blutbuchen-Hecke gepflanzt habt und keinen Kirschlorbeer :D Die schöne Herbstfärbung und das Nistplatzangebot machen die beiden weit wertvoller :) 

 

Habt ihr die Buchen beim Pflanzen schon etwas geschnitten?

 

Hecken-Buchen sind ja an sich gut schnittverträglich. (Wenn ich mich recht erinnere, mögen sie's bloss nicht, umgepflanzt zu werden, dann reagieren sie mit Wachstumsstopp.) 

Im Gegensatz zur Hainbuche können Rot- und Blutbuchen sogar zweimal geschnitten werden: Der richtige Formschnitt im Spätwinter, der leichte Schnitt ab jetzt.

Ältere Buchenhecken vertragen mit der Zeit den sog. "Hauswart-Schnitt", also flächig mit der Heckenschere ;) 

 

Der Winterschnitt sollte vor dem Austrieb, aber nicht bei Frost stattfinden. Die beste Zeit dafür ist meist der Februar. Grundsätzlich sollte der Winterschnitt so erfolgen, dass die Hecke schon früh in die richtige Form erzogen wird; das bedeutet, das auch der Haupttrieb gekappt werden darf, damit die Hecke eine kompakte Form erhält und nicht in die Länge "ausgargelt". In der Breite kannst du die einander zugewandten Äste länger lassen, damit die einzelnen Pflanzen ineinander wachsen. Gegen die Fronten sollte möglichst früh eine "Fläche" geschaffen werden. Schwächliche, verdorrte und völlig querlaufende Triebe sollten direkt am Ansatz entfernt werden. 

Jetzt kannst du ebenfalls schon etwas zurückschneiden, vor allen Dingen die lange Ausreisser und ebenfalls Verdorrtes und völlig "Abwegiges". So kann die Hecke bis im Herbst neue erwünschte Triebe entwickeln, die dann auch stark genug sind, den Winter zu überstehen.

 

Nicht ganz verstanden hab ich deine Frage 2: Warum willst du die Triebe hochbinden wie bei einer Kletterpflanze? Zum Erziehen musst du die Triebe kurz halten, wo man schneidet, verzweigen sie sich. Sind die Triebe zu lang, solltest du sie also kappen, nur so wird die Hecke mit der Zeit dicht.

 

Einfacher wäre es natürlich, wenn du ein Bild einstellst. Dann können wir besser beurteilen, ob und wie die Hecke geschnitten werden sollte.

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vor 23 Stunden, Andreas sagte:

wie hoch und breit willst du diese Hecke ?

danach richtet sich der schnitt....

sie soll ja wahrscheinlich möglichst dicht werden.

@Andreas

Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Für uns wäre eine schöne Höhe ca. 2m, die Breite ist für uns nicht so entscheidend. Etwas Blichdicht wäre einfach gut.

Ich hab mal zwei Bilder angehängt. Bei der Blutbuche sieht man schön wie die nach innen hängt. Geht das in Ordnung, oder müssten wir den Trieb da bereits jetzt schneiden?

 

@Susann:

Vielen Dank für Deine Antwort.

Meinst du, dass wir bereits im ersten Jahr scheiden können? Wir hatten die Hecken im letzten Sommer eingepflanzt.

Wenn ich dir richtig verstehe, schneiden wir am Besten:

1) In der gewünschten Höhe den Haupttrieb ab

2) Triebe, welche extrem Richtung Rasenfläche wachsen auch bereits bei der gewünschten "Tiefe" ab?

 

Danke und Gruss

maeder 1

 

ps. wenn Ihr noch andere Bilder benötigt einfach melden, ich kann schnell neue schiessen.

2017-07-03 21.37.01.jpg

2017-07-03 21.37.27.jpg

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Ich bin eher fürs Schneiden als fürs Flechten :D 

 

Zum besseren Verständnis, wo ein Schnitt hinführen soll. Grundsätzlich gilt: Ein Schnitt regt Verzweigen und Wachstum an, nicht ab! Die meisten Pflanzen wollen nämlich immer nur eins: Möglichst schnell hoch hinaus :) Hecken sind für die Pflanzen also ein eher "künstliches Gebilde", die Dichte, die wir uns wünschen, macht für sie keinen Sinn. Mit dem Schnitt bringt man sie zum Ausweichen auf Seitentriebe, was die Hecke eben dicht werden lässt.

 

Empfehlenswert ist es, die Stämme nicht mit einem Stock, sondern gleich mit einer Art "Gestell, also mit Stock und Draht in den geraden Wuchs zu bringen, ähnlich wie bei den Himbeeren...

Hab im Netz dazu ein Bild geklaut :ph34r:

Ohne Titel.jpeg

 

Du musst natürlich nicht zwingend ein Gestell bauen, das Bild veranschaulicht aber auch das Ziel des Schnitts: Gerader Stamm, Kürzen des Haupttriebes und der Seitentriebe. Denn überall, wo geschnitten wird, verzweigt sich der Trieb. Diesen eigentlichen Formschnitt würde ich aber erst im Spätwinter machen, dann siehst du auch mehr vom "Gerüst" der Pflanzen.

 

Aktuell kannst du die längsten Triebe schon mal einkürzen, denn so werden sie einfach immer länger und verzweigen sich nicht. Ich hab dir mal ein paar Schnittstellen in deine Bilder eingezeichnet:

Buchenschnitt 1.jpg

Buchenschnitt 2.jpg

Jetzt im Sommer sollte einfach noch nicht zu viel Blattmasse entfernt werden, die Pflanze ist ja noch im Wachstum und noch mit Wurzelbildung beschäftigt, die Triebe über dem Boden kriegen also nur die Hälfte der Energie. Sollte es wieder sehr heiss werden, wirst du sie möglicherweise auch noch wässern müssen - aber tief, gell, sonst gibt's nur oberflächliche Wurzeln...

 

Fazit: Jetzt muss nur weg, was stört und zu sehr in Länge wächst. Im Spätwinter, also vor dem Neuaustrieb, kannst du dann mit dem richtigen Formen anfangen 

 

 

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